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Neurojackpot

Von Skepsis, (fehlender) Hoffnung und neu gewonnener Zuversicht - ein Erfahrungsbericht von Susanne

28. Mai 2023

[Bild: Von Skepsis, (fehlender) Hoffnung und neu gewonnener Zuversicht - ein Erfahrungsbericht von Susanne]

Susanne wandte sich im September 2022 dem Mind Body Ansatz und PRT zu und steht seit der Gründung von Neurojackpot mit uns in Kontakt. Zum heutigen Zeitpunkt sagt sie, dass sich ihre Symptome dank dieses Ansatzes bereits um 50-60% reduziert haben - die Eckdaten zu Diagnosen und früheren (erfolglosen) Behandlungsversuchen findet ihr weiter unten. Susanne’s Geschichte ist - wie bei den meisten Betroffenen - eindrücklich sowie ermutigend. Wir freuen uns, dass sie in diesem Gastbeitrag in eigenen Worten beschreibt, wie es sich für sie anfühlt, sich trotz Zweifel und fehlender Hoffnung auf den Mind Body Ansatz und PRT einzulassen.

Als ich zum ersten Mal vom Mind Body Ansatz und der Behandlungsmethode Pain Reprocessing Therapy hörte, wollte ich nur müde abwinken. Was hatte ich nicht schon alles versucht, sowohl schul- als auch alternativmedizinisch, um meine Schmerzen zu bekämpfen. Nichts hatte gewirkt. Das Letzte was ich brauchte, war ein neuer Hokuspokus der mir etwas versprach, was er nie würde halten können.

Dementsprechend skeptisch näherte ich mich diesem Thema. Durch lange Recherche unter Beachtung neuester Studienergebnisse wuchs dann allmählich mein Zutrauen in diese neue Herangehensweise. Sollte es wirklich möglich sein, dass meine Gefühle, meine Lebenserfahrungen und meine Denkweise Einfluss auf mein Schmerzerleben haben? Wenn ich zurückblicke, bin ich schon immer ein sehr ängstlicher, selbstkritischer und harscher Mensch gewesen. Könnte es tatsächlich sein, dass mein Nervensystem schon immer hochsensibel auf meine Umwelt und auf meinen Umgang mit mir selbst reagierte? Irgendwann wurde mir klar, dass ich wahrscheinlich die meiste Zeit meines Lebens in einem latenten “Kampf-oder-Flucht” Zustand verbracht habe, eine Art Hintergrundalarm der sich sofort in den Vordergrund drängte, wenn ich unter Stress geriet. Und Stress begreife ich hier nicht nur im Sinne von äusserlich induzierter Belastung, sondern auch als innerlich ablaufenden Prozess durch Persönlichkeitsmerkmale wie Perfektionismus, Selbstkritik, People Pleasing oder Negierung der eigenen Bedürfnisse zugunsten Anderer. Und da Schmerz nichts anderes ist als ein Alarmsignal - ich berühre eine heiße Herdplatte und der entstandene Schmerz warnt mich davor, dass das gefährlich ist - warum sollte er mich nicht auch davor warnen, dass etwas in mir/mit mir nicht im Lot ist, dass ich genauer hinsehen soll, was ich denke, fühle und vielleicht unterdrücke?!

Nichts anderes ist der Mind Body Ansatz zur Behandlung chronischer Schmerzen & Symptome. Kein Hokuspokus, kein Hirngespinst, sondern eine wissenschaftlich fundierte Herangehensweise, die Schmerz und andere Symptome ganzheitlich betrachtet und den Einfluss unseres inneren und äußeren Erlebens einbezieht, eine Art Beruhigung des Nervensystems, bei der man sich die Neuroplastizität unseres Hirns zunutze macht, also die Fähigkeit zu lebenslangem Lernen und Veränderung.

Und siehe da, nachdem ich es mit dem Mind Body Ansatz versucht habe, verringerten sich meine Symptome signifikant. Ich bin noch nicht vollständig schmerzfrei, aber voller Zuversicht, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und auch diese neue Hoffnung, oder vielmehr das Zulassen derselben, ist ein Ergebnis des neuen Vorgehens, eine Veränderung meines alten, negativen Denkmusters.

Herzlichst, Susanne

Susanne (56 Jahre)

  • Hauptsymptome: Chronische Beckenbodenschmerzen nach einer Gebärmutterentfernung via Bauchschnitt wegen eines 1,5 kg schweren Myoms im Juni 2021

  • Diagnostik: 2 MRT, Blasenspiegelung, einige Sonografien (alles ohne Befund)

  • Therapeutische und pharmakologische Behandlungen: Physiotherapie, Schallwellentherapie, interne und externe Triggerpunktmassagen, Osteopathie, Infiltration des Pudentunsnervs, Antibiotikagabe gegen nicht nachweisbare Blaseninfektion; Medikamente: Gabbapentin, Amitriptilyn (beides wieder abgesetzt), derzeit Tilidin in geringer Dosierung. “Insgesamt hat mich das mehrere tausend Euro gekostet, gebracht hat es nichts!”

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